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HNO-Kinder im Aufwachraum
2003-09-30 21:31:13
Hallo!
Wer hat Erfahrung in der Führung von Kindern nach "Mandel-OP" (Tonsillektomie) oder "Polypen-OP" (Adenotomie) im Aufwachraum? (Alter 2 bis 6 Jahre) Seit einer Umstruckturierung vor ca. 2 Monaten haben wir solche Kinder auch in unserem Aufwachraum. Vorher sind die Kinder direkt auf Station gegangen. Dort haben sich die Sr. vorallem mit Chloralhydrat Rectiolen geholfen. Eine Sr. sagte mir aber auch, dass sie erstmal mit jedem Kind 2 Stunden beschäftigt waren. In unserer Klinik hat also so keiner richtig Erfahrung mit solchen Patienten. Im Kinder-Aufwachraun kann bei uns das Pflegepersonal ohne Rücksprache bei Bedarf Nubain (0,2mg/kgKG) und Dormicum (bis 0,2 mg/kgKG) geben. Bei unruhigen Kindern geben viele Anästhesisten Catapresan (2ľg/kgKG). Begrenzt üblich ist auch Novalgin. Und natürlich Benuron und Diclofenac. Ich (als Krankenpfleger im Aufwachraum) habe das Problem, dass die Kinder entweder sehr hohe Dosen Nubain/Dormicum brauchen, um "Ruhe zu geben" (0,4mg Nubain und 0,2md Dormicum). Und trotz zusätzlicher Gabe von Chloralhydrat sind die Kinder nach ca 45min wieder wach und unruhig. Sobald die Kinder auch nur halbwegs wach sind, sind sie auch unruhig bis schreined. (Als nicht Opioid erhalten die Kinder Benuron. Diclofenac ist wegen Blutungsgefahr verpönt.) Ich hoffe auf Anregungen und Erfahrungsberichte. Christian P.S Etikette verletzt? Dies ist mein erstes Posting. Also bitte ich um wohlwollende Korrektur. P.P.S Wofür steht eigentlich z-netz ?
2003-10-20 18:47:58
Hallo Christian.
> Wer hat Erfahrung in der Führung von Kindern nach "Mandel-OP" > (Tonsillektomie) oder "Polypen-OP" (Adenotomie) im Aufwachraum? (Alter 2 > bis 6 Jahre) Auf diese Frage kann ich Dir leider keine Antwort geben, weil ich diesbezüglich auch keine Erfahrungswerte habe. Ich kann dir jedoch das deutsche Krankenschwestern-Forum empfehlen (http://www.krankenschwester.de), dort findet sich sicherlich jemand, der deine Frage gerne beantwortet. Jedoch haben sich beim Lesen deiner Frage zwei Fragen meinerseits aufgedrängt: > Dort haben sich die Sr. vorallem mit Chloralhydrat Rectiolen > geholfen. > Im Kinder-Aufwachraun kann bei uns das Pflegepersonal ohne Rücksprache > bei Bedarf Nubain (0,2mg/kgKG) und Dormicum (bis 0,2 mg/kgKG) geben. Bei > unruhigen Kindern geben viele Anästhesisten Catapresan (2ľg/kgKG). > Begrenzt üblich ist auch Novalgin. Und natürlich Benuron und Diclofenac. Erste Frage: Dass postoperativ Analgetika benutzt werden ist ja verständlich und auch sinnvoll, jedoch frage ich mich, wieso die Kinder postoperativ gleich sediert werden?!! Werden alle Kinder sediert, oder nur in Ausnahmefällen? Und wieso? Sind die Kinder wegen der Schmerzen übermässig quengelig oder sediert man sie einfach mal so aus Bequemlichkeit heraus, damit man seine Ruhe hat? Und wieso erhöht man nicht die Analgetika-Dosis oder verabreicht vielleicht doch ein zentral wirksames (mit entsprechender Überwachung)? Zweite Frage: Wieso eine Sedierung, wenn Schmerzen vorliegen? Die Schmerzen bleiben ja wohl auch nach der Sedierung bestehen, oder täusche ich mich da? Dann hat man ein Kind, das unter Schmerzen leidet, jedoch in eine Passivität versetzt wurde, in der es die Schmerzen nur begrenzt mitteilen kann/will/wird. Bitte versteh mich nicht falsch: ich klage hier nicht die Methoden an und sage, dass da was falsch läuft. Sondern ich versuche zu verstehen, wieso die Kinder sediert werden. Ich befinde mich noch in Ausbildung, kann deshalb nicht auf eigene Erfahrung / Argumente zurückgreifen, lerne jedoch gerne mal wieder was dazu. bye, Ben
2003-10-20 18:48:38
Hallo Christian.
> Wer hat Erfahrung in der Führung von Kindern nach "Mandel-OP" > (Tonsillektomie) oder "Polypen-OP" (Adenotomie) im Aufwachraum? (Alter 2 > bis 6 Jahre) Auf diese Frage kann ich Dir leider keine Antwort geben, weil ich diesbezüglich auch keine Erfahrungswerte habe. Ich kann dir jedoch das deutsche Krankenschwestern-Forum empfehlen (http://www.krankenschwester.de), dort findet sich sicherlich jemand, der deine Frage gerne beantwortet. Jedoch haben sich beim Lesen deiner Frage zwei Fragen meinerseits aufgedrängt: > Dort haben sich die Sr. vorallem mit Chloralhydrat Rectiolen > geholfen. > Im Kinder-Aufwachraun kann bei uns das Pflegepersonal ohne Rücksprache > bei Bedarf Nubain (0,2mg/kgKG) und Dormicum (bis 0,2 mg/kgKG) geben. Bei > unruhigen Kindern geben viele Anästhesisten Catapresan (2ľg/kgKG). > Begrenzt üblich ist auch Novalgin. Und natürlich Benuron und Diclofenac. Erste Frage: Dass postoperativ Analgetika benutzt werden ist ja verständlich und auch sinnvoll, jedoch frage ich mich, wieso die Kinder postoperativ gleich sediert werden?!! Werden alle Kinder sediert, oder nur in Ausnahmefällen? Und wieso? Sind die Kinder wegen der Schmerzen übermässig quengelig oder sediert man sie einfach mal so aus Bequemlichkeit heraus, damit man seine Ruhe hat? Und wieso erhöht man nicht die Analgetika-Dosis oder verabreicht vielleicht doch ein zentral wirksames (mit entsprechender Überwachung)? Zweite Frage: Wieso eine Sedierung, wenn Schmerzen vorliegen? Die Schmerzen bleiben ja wohl auch nach der Sedierung bestehen, oder täusche ich mich da? Dann hat man ein Kind, das unter Schmerzen leidet, jedoch in eine Passivität versetzt wurde, in der es die Schmerzen nur begrenzt mitteilen kann/will/wird. Bitte versteh mich nicht falsch: ich klage hier nicht die Methoden an und sage, dass da was falsch läuft. Sondern ich versuche zu verstehen, wieso die Kinder sediert werden. Ich befinde mich noch in Ausbildung, kann deshalb nicht auf eigene Erfahrung / Argumente zurückgreifen, lerne jedoch gerne mal wieder was dazu. bye, Ben
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